Anmerkungen zum Ölgemälde WV-Nr. 87:

Während Egon Eggers seinen beruflichen Weg einschlug, blieb Arthur Eden ein wichtiger Begleiter. Nach seinem Studium der Volkswirtschaft wurde Eggers Diplom-Handelslehrer und wirkte später an der neu gegründeten Fachhochschule Wilhelmshaven. Als er 1965 sein Studium erfolgreich abgeschlossen hatte, gratulierte ihm Arthur Eden auf seine unverwechselbare Art mit den Worten: „Fiert man düchtig dor upp“ und unterschrieb schlicht mit „de Moler“. Die Zeilen zeigen die herzliche Verbundenheit zwischen den beiden Männern.

Auch nach der Heirat blieb die Beziehung von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt. Arthur Eden gewann in Egon Eggers nicht nur einen Schwiegersohn, sondern einen Menschen, der sich für sein Leben und sein Werk interessierte. Umgekehrt schätzte Egon die Gespräche, die gemeinsame Zeit und die Persönlichkeit des Malers. Das Porträt von 1970 kann deshalb auch als Ausdruck dieser besonderen Nähe verstanden werden.
Als Egon Eggers im Dezember 2021 starb und in Sillenstede beerdigt wurde, endete ein langes und erfülltes Leben. Das Porträt, das Arthur Eden ein halbes Jahrhundert zuvor von ihm gemalt hatte, blieb jedoch erhalten. Heute erinnert es nicht nur an den jungen Mann mit dem Buch in der Hand, sondern auch an eine außergewöhnliche Freundschaft, die sich über Jahrzehnte bewahrte und schließlich zu einem Teil der Familiengeschichte wurde.
Autor: Andreas Grundei













