Ein Tag mit Arthur Eden

Anmerkungen zum Gemälde WV-Nr. 643:

Den Kontakt zum Maler Arthur Eden stellte meine damals in der Schützenhofstraße ansässige Tante Mariechen Metjengerdes her, weil ich in der Zeit um 1960 für meine Mutter ein Bild fürs Wohnzimmer suchte. Im Rahmen des Verkaufsgesprächs bot mir der Maler an, ihn bei der Entstehung und Vollendung eines Bildes im Freien zu begleiten. So gingen wir also zur Landstraße Jever-Sillenstede, wo der Maler in Höhe des Guts Mettcker seine Staffelei mit Blick in Richtung Sillenstede aufbaute. Seine damals sechzehnjährige und wissbegierige Tochter Theda begleitete uns an diesem Tag. Während dieses Treffens fotografierte ich Herrn Eden bei der Arbeit.

Zuletzt entschied ich mich für ein anderes Gemälde des Malers, welches den Vareler Hafen bei Ebbe zeigt und sich in einer ganz anderen Stimmung präsentierte (WV-Nr. 1326). Dieses Hafenbild war in Grautönen gehalten, denn schließlich war Eden auch als der „Graumaler“ bekannt. Mit diesem Gemälde war meine Mutter allerdings nicht ganz glücklich, denn sie hätte lieber etwas Fröhlicheres in Richtung Blumen oder besonnte Landschaften gehabt. Insofern wäre das Bild an der Landstraße beim Gut Mettcker genau das richtige für sie gewesen.

Das auf dem Foto entstandene Gemälde 'Gut Mettcker in Moorhausen' befindet sich unter der WV-Nr. 643 im Werkverzeichnis.
Das auf dem Foto entstandene Gemälde „Gut Mettcker in Moorhausen“ befindet sich unter der WV-Nr. 643 im Werkverzeichnis. (Foto: Klaus Meyer)
Moorhausen, Gut Mettcker, 1950er, 70×84 cm, Besitz Sophienstift Jever (WV-Nr. 643)
Moorhausen, Gut Mettcker, 1950er, 70×84 cm, Besitz Sophienstift Jever (WV-Nr. 643)

Autor: Klaus Meyer, Bonn